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KdS - 15.11.2006
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Diskutierte Modelle für ein Semesterticket

von Christian BriegelZuletzt verändert: 19.12.2010 15:09

1. Zwei-Komponenten bzw. Sockelmodell: Umfrageergebnis an der TUM im Jahr 2006

  • jeder Student zahlt im Semester einen verpflichtenden Sockelbetrag
  • dieser erlaubt die Nutzung des ÖPNV zu Nebenzeiten
  • freiwillige Zuzahlung auf ein ganztags gültiges Semesterticket
Modellvorschlag basierend auf unserer Umfrage
  • Sockelbetrag von max. 38 Euro sollte für 1 Semester die Nutzung unter der Woche ab 18 Uhr sowie am Wochenende und Feiertagen im Gesamtnetz erlauben
  • Staffelung des freiwilligen Aufpreises nach Innenraum, Außenraum
    oder Gesamtnetz; im Idealfall auch XXL-Bereich
  • Sockelbetrag + freiwilliger Aufpreis müssen unter bisherigen Ausgaben liegen

Beispiel Stuttgart (Tarifbeschreibung des VVS, Preise Stand 2007)

  • 33.90 EUR im Semester verpflichtend
  • dies erlaubt die Nutzung des ÖPNV Mo-Fr ab 18 Uhr; Sa, So und Feiertage ganztags
  • 159.10 EUR freiwilliger Aufpreis für ganztags gültiges Semesterticket

Beim Sockelmodell handelt es sich nicht um ein Partyticket. Erst durch die Zahlung des Sockelbetrages wird das freiwillige Semesterticket ermöglicht und günstiger. Dabei wird TUM-intern die Möglichkeit diskutiert, ob ein Teilbetrag aus Studiengebühren finanzierbar wäre (sofern von den Studierenden gewünscht).


2. Ein-Komponenten-Modell

  • verpflichtender Beitrag aller Studierenden
  • höherer Pflichtbeitrag im Vergleich zum Sockelmodell (ca. das 4 bis 5-Fache)
  • Möglichkeit der Einführung eines Härtefonds
  • "übliches" Modell im gesamten Bundesgebiet, mit Ausnahmen in Baden-Württemberg
  • Juristische Probleme aus unserer Sicht:
    • Staffelung nach Tarifgebieten auf Grund Pflichtbeitrages aller Studierenden kaum umsetzbar (Gesamtheit aller Studierenden muss laut Rechtsprechung profitieren)
    • Zumutbarkeit hoher Pflichtbeiträge: keine 2. Studiengebühr
    • Haftungsrisiko für das Studentenwerk München
    • letzte bayerische Initiative für ein verpflichtendes Semesterticket ist im Jahre 2004 in Nürnberg-Erlangen an ca. 93 Euro gescheitert
      (siehe Juristische Grundlagen, Fallbeispiel Nürnberg (PDF) )

3. Abo-Modell

  • Orientierung am JobTicket bzw. dem IsarCardAbo
  • freiwilliger Vertrag zwischen Studierender/m und dem MVV, keine Pflichtbeiträge
  • Bestellung von persönlichen Zeitkarten
  • Vorauszahlung an den MVV
  • Varianten für Gültigkeitsdauer:
    • 1 Monat bis 6 Monate frei wählbar
    • 6 Monate "Semester-Abo"
  • Varianten für Gültigkeitsbereich:
    • Zeitkartenringe 1 bis 16 frei wählbar
    • feste Tarifbereiche: Innenraum, Außenraum oder Gesamtnetz;
      im Idealfall auch XXL-Bereich
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