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Freistaat will Mensazuschuss noch 2010 um 35% kürzen

von Julian EsselbornZuletzt verändert: 25.01.2010 18:03

Wie heute durch einen offenen Brief des Studentenwerks an Ministerpräsident Seehofer bekannt wurde, ist im Nachtragshaushalt für 2010 eine Kürzung des staatlichen Mensazuschusses von 35% gegenüber dem ursprünglichen Haushaltsplan vorgesehen. Die Studentische Vertretung der TUM und die LandesAStenKonferenz Bayern wenden sich in Pressemitteillungen gegen diese Kürzungen am Nötigsten.

Wissenshungrig und jetzt noch mit leerem Magen“

Wie jetzt durch einen offenen Brief der Bayerischen Studentenwerke publik wurde, ist im Bayerischen Nachtragshaushalt für 2010 eine drastische Kürzung der Zuschüsse für Studentisches Essen vorgesehen.

Der Zuschuss, den die Bayerischen Studentenwerke nach neuen Plänen 2010 für ihre Mensen erhalten sollen, ist rund 35% niedriger, als im ursprünglichen Haushaltsplan vorgesehen.

Abgesehen davon, dass diese Kürzung zu einem Zeitpunkt kommt, der den Studentenwerken im laufenden Betrieb den Boden unter Füßen wegzieht, stellt diese Kürzung einen weiteren sozialen Kahlschlag dar.

„Wir haben hier in München sehr hohe Lebenshaltungskosten, wir müssen Studiengebühren zahlen, der Studentenwerksbeitrag ist seit 2003 um 50% gestiegen und jetzt spart der Staat auch noch am Essen. Schritt für Schritt wird Studieren in München für finanziell Schwächere immer unerschwinglicher“, so Matthias Gottlieb, Studentischer Vertreter im Senat und Hochschulrat der TU München.

Julian Esselborn, Vorsitzender des studentischen Fachschaftenrats der TU München, ergänzt „Wir rechnen jetzt kurzfristig mit deutlich höheren Essenspreisen in den Mensen und langfristig mit einer weiteren großen Erhöhung des Studentenwerksbeitrags. Dabei macht die jüngste Studie der HIS GmbH wieder deutlich, dass jeder fünfte Jung-Akademiker Deutschland verloren geht, weil einfach das Geld nicht mehr reicht. Diese Hochschulpolitik kann nie im Leben die Arbeitsmarktpolitik der Zukunft sein.“

Die Studentische Vertretung der TU München fordert den Landtag dazu auf diese groteske Kürzung im Nachtragshaushalt schnellstens zu korrigieren.


Pressinformation der LandesAstenKonferenz

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